Wir haben diese Behauptung analysiert: Stimmt es, dass

Bulgarien die dem mittelalterlichen Herrscher Zar Samuil zugeschriebenen Gebeine nach der Übergabe durch Griechenland am 3. Oktober 2026 in einem neu errichteten Marmorsarkophag in Sofia beigesetzt hat?

Griechenland übergibt Gebeine von Zar Samuil an BulgarienKI-generiertBestätigt

Regierungsvertreter beider Staaten unterzeichneten am 3. Oktober in Thessaloniki das Übergabeprotokoll, woraufhin die dem Herrscher zugeschriebenen Gebeine unter militärischem Geleit nach Sofia geflogen und in der Sweta-Sofia-Kirche in einem am 2. Oktober aufgestellten Marmorsarkophag beigesetzt wurden, dessen dekorative Steinmetzarbeiten noch nicht vollständig abgeschlossen waren.

Kultur

Griechenland übergibt Gebeine von Zar Samuil an Bulgarien

Nach dem zwischenstaatlichen Abkommen finden die dem Herrscher zugeschriebenen Reliquien ihre letzte Ruhe in der Sofioter Sweta-Sofia-Kirche

Veröffentlicht
NRB — News Republic Brigade

Das Wesentliche

Griechenland hat am 3. Oktober die dem mittelalterlichen Zaren Samuil zugeschriebenen Gebeine offiziell an Bulgarien übergeben. Nach jahrelangen Verhandlungen schloss ein militärischer Überführungsflug samt Staatszeremonie und Beisetzung in der Sofioter Sweta-Sofia-Kirche den historischen Transfer ab.

Die Kernpunkte

  • Griechenland unterzeichnete am 3. Oktober in Thessaloniki das Übergabeprotokoll für die Samuil zugeschriebenen Gebeine.
  • Bulgarien übergibt im Gegenzug 48 griechische Kirchenreliquien an das Nachbarland.
  • Eine Militärmaschine flog die Überreste nach Sofia, begleitet von einem Staatsakt mit 21 Salutschüssen.
  • Steinmetze stellten den Marmorsarkophag in der Sweta-Sofia-Kirche am 2. Oktober auf.

Aus dem Tagebuch des Redakteurs

Ein diplomatischer Kompromiss über ein umstrittenes mittelalterliches Erbe belegt, dass selbst langwierige kulturpolitische Spannungen durch pragmatische Verhandlungen gelöst werden können.

Wer beteiligt ist

  • Bulgarische Regierung

    Bulgariens Ministerkabinett, das den Kulturgüteraustausch aushandelte sowie den militärischen Lufttransport und das Staatsbegräbnis organisierte

    will → Rückkehr der historischen Reliquien sichern und die öffentliche Zeremonie in Sofia ausrichten

  • Griechische Regierung

    Griechenlands Staatsführung, die die Gebeine verwahrte und sie im Rahmen eines bilateralen Abkommens gegen 48 kirchliche Reliquien austauschte

    will → historische Gebeine an Bulgarien übergeben und im Gegenzug griechische Kirchenschätze zurückerhalten

  • Museum für Byzantinische Kultur in Thessaloniki

    das staatliche griechische Museum, das die zugeschriebenen Gebeine aufbewahrte und die Zeremonie zur Unterzeichnung ausrichtete

    will → rechtliche Zuständigkeit für die historischen Funde gemäß dem Staatsvertrag abtreten

  • Bulgarisch-Orthodoxe Kirche und Metropolie Sofia

    die Kirchenführung der Sweta-Sofia-Kirche, die die Grabstätte vorbereitete und die Beisetzungsriten leitete

    will → Trauergottesdienst zelebrieren und dem Monarchen eine würdige Ruhestätte bieten

  • Ewtim Miloschew und Lina Mendoni

    die Kulturminister Bulgariens und Griechenlands, die das offizielle Übergabeprotokoll unterzeichneten

    will → bilateralen Kulturgütertransfer rechtsverbindlich vollziehen

  • Zar Samuil

    der mittelalterliche bulgarische Zar, der von 997 bis 1014 regierte und dessen zugeschriebene Gebeine übergeben wurden

    will → historischen Bezugspunkt des Rückgabeabkommens bilden

Kurz gefasst

Mit der Rückgabe der dem mittelalterlichen Zaren Samuil zugeschriebenen Gebeine haben Bulgarien und Griechenland am 3. Oktober einen jahrzehntelangen Streit beigelegt. Der Schritt gilt als seltener Moment kultureller Annäherung zwischen den beiden Nachbarstaaten.

Die feierliche Übergabe ermöglicht dem Herrscher nun eine dauerhafte Ruhestätte in der Sofioter Sweta-Sofia-Kirche.

Dass die Gebeine dort dauerhaft verbleiben, gilt als praktisch sicher: Die bilateralen Übergabeprotokolle sind unterzeichnet, die Reliquien sind in Sofia eingetroffen und wurden von Kirchenvertretern bereits im neu montierten Marmorsarkophag beigesetzt.

Die Vorgeschichte

Wie es sich entwickelte

01

Sofia legt die Grabstätte fest

2026-10-01 – 2026-10-01

Die bulgarische Kirchenführung bestimmte am 1. Oktober das südliche Querschiff der Sweta-Sofia-Kirche zum Standort des künftigen Grabes und schuf dort den nötigen Raum für den Steinsarg. Die Steinmetze gaben bekannt, dass der Zuschnitt des Marmors bereits am 25. September begonnen hatte und der Zusammenbau vor Ort bis zum folgenden Abend abgeschlossen sein sollte.

2 Quellen
02

Der Ablaufplan für das Wochenende steht

2026-10-01 – 2026-10-01

Die Behörden in Sofia und Athen stimmten den Zeitplan für die Übergabe am Wochenende eng miteinander ab. Griechenland setzte die offizielle Unterzeichnung für den 3. Oktober um 10:30 Uhr in Thessaloniki an. Bulgarien plante den staatlichen Empfang für 12:30 Uhr in Sofia, an den sich ein feierlicher Trauerzug zur Kirche anschließen sollte.

2 Quellen
03

Der Sarkophag wird montiert

2026-10-02 – 2026-10-02

Bulgarien bereitete für die Ankunft ein militärisches Zeremoniell mit Transportflugzeug, Kampfjet-Eskorte und 21 Salutschüssen vor. Am Freitagmorgen trafen die Marmorelemente an der Sweta-Sofia-Kirche ein und wurden bis zum späten Nachmittag zusammengefügt, wobei zusätzliche Zierelemente erst zu einem späteren Zeitpunkt angebracht werden sollen.

3 Quellen
04

Die Gebeine kehren nach Sofia zurück

2026-10-03 – 2026-10-03

Am Samstagmorgen unterzeichneten die Minister beider Länder in Thessaloniki die Übertragungsdokumente in Anwesenheit der Regierungschefs. Ein Militärtransporter flog die Reliquien nach Sofia, von wo aus sie im Rahmen eines staatlichen Geleits durch das Stadtzentrum transportiert und nach einer feierlichen Totenmesse in der Sweta-Sofia-Kirche beigesetzt wurden.

5 Quellen

Wo die Dinge stehen

Der zwischenstaatliche Transfer ist abgeschlossen und verifiziert. Griechische Vertreter übergaben die sterblichen Überreste am 3. Oktober an Bulgarien, wo Geistliche sie noch vor dem Abend im Marmorsarkophag der Sweta-Sofia-Kirche beisetzten.

Unter Historikern bleibt indessen umstritten, ob das Grab 1964, 1965 oder 1969 entdeckt wurde; zudem verweisen Wissenschaftler darauf, dass die Zuschreibung der Gebeine auf archäologischen Indizien beruht und keine absolute naturwissenschaftliche Gewissheit über die Identität des Individuums bietet.

Quellen

  • bTV Newssigned transfer protocols · 2026-10-03