Wir haben diese Behauptung analysiert: Stimmt es, dass

CISA zwei als PHP2Shell bekannte PHP-Schwachstellen am 26. Oktober in ihren Katalog bekannter ausgenutzter Sicherheitslücken aufgenommen und eine Frist für Bundesbehörden bis zum 29. Oktober gesetzt hat?

US-Behörde CISA setzt Bundesbehörden Frist bis 29. Oktober zur Behebung von PHP-SicherheitslückenKI-generiertBestätigt

Offizielle Behördeneinträge belegen, dass CISA beide Schwachstellen am 26. Oktober in ihre Liste aktiver Bedrohungen aufnahm und Bundesbehörden verpflichtete, die Lücken bis zum 29. Oktober zu schließen und Systeme auf Einbrüche zu prüfen

Technik & KI

US-Behörde CISA setzt Bundesbehörden Frist bis 29. Oktober zur Behebung von PHP-Sicherheitslücken

Die Cybersicherheitsbehörde warnt vor laufenden Angriffen auf Programmcode, der Millionen Webdienste und behördliche Systeme antreibt.

Veröffentlicht
NRB — News Republic Brigade

Die Geschichte geht weiter

Das Wesentliche

Die US-Cybersicherheitsbehörde CISA hat zivilen Bundesministerien und -behörden am 26. Oktober befohlen, zwei gravierende Schwachstellen in der Programmiersprache PHP bis zum 29. Oktober zu schließen und ihre Netzwerke auf Eindringlinge zu überprüfen. Unabhängige Sicherheitsforscher hatten zuvor nachgewiesen, dass Hacker bereits scharfe Befehle gegen internetfähige Server absetzen, woraufhin Konzerne wie Oracle Notfall-Patches nachreichten. Obwohl Zehntausende automatisierte Angriffe durch das Netz laufen, ist bislang weder bekannt, wer die Drahtzieher sind, noch wie viele Netzwerke tatsächlich geknackt wurden.

Die Kernpunkte

  • CISA setzt zivilen Bundesbehörden eine Frist bis zum 29. Oktober, um beide PHP2Shell-Sicherheitslücken vollständig zu schließen.
  • Der Sicherheitsforscher Adel Karimi dokumentierte 35 Fälle, in denen Angreifer erfolgreich Shell-Befehle auf Köderservern ausführten.
  • Netzwerksensoren des Delft Threat Intelligence Lab registrierten 65.409 Ausnutzungsversuche von 633 IP-Adressen aus 71 Ländern.
  • Im offiziellen CISA-Katalog wird eine Beteiligung von Ransomware-Gruppen an den Angriffen derzeit als unbekannt eingestuft.

Erfasste PHP2Shell-Angriffsversuche im Zeitverlauf

8.179
58.951
65.409
26. Okt. 14:00 UTC26. Okt. 23:25 UTC27. Okt. 05:26 UTC

Der BefundDie Angriffsversuche stiegen am 26. Oktober sprunghaft an und flachten nach dem Überschreiten von 65.000 erfassten Anfragen allmählich ab.

  • Gesamtzahl der bösartigen Angriffsversuche, die von den Netzwerksensoren des Delft Threat Intelligence Lab gemessen wurden.
  • Angriffsanfragen — Bösartige Datenpakete im Internet, die gezielt Schwachstellen in PHP-Software ansprechen
  • Der steile Anstieg der Scan-Wellen erklärt, warum die US-Behörden den öffentlichen Stellen ein kurzes Reparaturfenster von nur drei Tagen setzten.

Aus dem Tagebuch des Redakteurs

Ein Software-Patch verriegelt die Tür gegen künftige Einbrecher, doch verlässliche Sicherheit verlangt den Nachweis, dass während der offenen Phase niemand unbemerkt hineinspaziert ist.

Wer beteiligt ist

  • Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA)

    Die US-Behörde für Cybersicherheit, die aktiv ausgenutzte digitale Bedrohungen erfasst und verbindliche Schutzvorgaben für zivile Regierungsnetze erlässt

    will → Bundesnetzwerke schützen, indem gefährliche Softwaremängel identifiziert und strenge Fristen für Sicherheitsupdates durchgesetzt werden

  • Unbekannte PHP2Shell-Angreifer

    Nicht identifizierte Hackergruppen, die über das Internet manipulierte Befehle an verwundbare PHP-Systeme senden

    will → Fremde Rechner unter die eigene Kontrolle bringen, um Daten abzugreifen, Zugangsdaten zu stehlen oder Rechenleistung zu kapern

  • Adel Karimi

    Sicherheitsforscher beim KI-Unternehmen Perplexity, der manipulierte Köderserver zur Analyse realer Cyberangriffe betreibt

    will → Reale Angriffe lückenlos dokumentieren, damit Sicherheitsteams tatsächliche Gefahren frühzeitig erkennen und abwehren können

  • Zivile US-Bundesbehörden

    US-Regierungsstellen, die behördliche Netzwerke unter verbindlichen Cybersicherheitsregeln betreiben

    will → Verwundbare Systeme identifizieren, vorgeschriebene Patches fristgerecht einspielen und Netzwerke auf unbemerkte Einbrüche untersuchen

  • PHP Group

    Das ehrenamtliche Entwicklerteam, das die Programmiersprache PHP pflegt, weiterentwickelt und bereitstellt

    will → Funktionierende Sicherheitsupdates veröffentlichen, mit denen Administratoren unterstützte Installationen absichern können

  • Oracle

    US-amerikanischer Anbieter von Unternehmenssoftware, dessen Geschäftsanwendungen und Betriebssysteme PHP-Komponenten einbinden

    will → Betroffene Produkte bereinigen und offizielle Aktualisierungen bereitstellen, um Unternehmenskunden vor Übergriffen zu schützen

  • Delft Threat Intelligence Lab

    Forschungslabor einer niederländischen Universität, das Schadverkehr im Netz über Sensoren überwacht

    will → Angriffsversuche im weltweiten Datenverkehr erfassen, um die Ausbreitung neuer digitaler Angriffswellen zu beziffern

Kurz gefasst

Die US-Regierung hat zivile Bundesbehörden angewiesen, zwei kritische Sicherheitslücken in der Programmiersprache PHP unverzüglich zu schließen, da Angreifer die Schwachstellen bereits für Serverübernahmen ausnutzen. Die Notfallanweisung zwingt die Systembetreuer der Behörden dazu, zentrale digitale Infrastrukturen innerhalb von drei Tagen abzusichern und umgehend nach Spuren möglicher Vordringlinge zu suchen, die vor den Reparaturen in die Netzwerke gelangt sein könnten.

In den kommenden Tagen steht IT-Abteilungen von Behörden und Technologiekonzernen ein Wettlauf gegen die Zeit bevor, um Systeme zu patchen und Serverprotokolle zu überprüfen.

Dass dieser Schritt flächendeckend folgt, gilt als sicher: Für zivile US-Bundesbehörden sind die Sicherheitsweisungen rechtlich bindend, während große Softwareanbieter wie Oracle bereits eigene Notfallupdates für Unternehmenskunden bereitgestellt haben.

Gemeldet von: Europa-heute-Barometer · 29. Oktober 2026

Die Vorgeschichte

Wie es sich entwickelte

01

Köderserver fangen scharfe Angriffe ab

2026-10-24 – 2026-10-24

Eindeutige Belege für reale Angriffe wurden am 24. Oktober sichtbar, als der Sicherheitsforscher Adel Karimi die Ausführung von Betriebssystembefehlen auf drei präparierten Köderservern registrierte. Diese sogenannten Honeypots imitieren reale Server, um Angreifer anzulocken. Die Messungen bewiesen, dass manipulierte Netzwerkanfragen die zugrundeliegende Webserver-Software dazu zwingen können, beliebige Befehle von Außenstehenden auszuführen.

1 Quelle
02

Softwarehersteller reagieren mit Notfallupdates

2026-10-25 – 2026-10-26

Große Technologieanbieter reagierten prompt mit Sicherheitsaktualisierungen, nachdem sich die Belege mehrten, dass Angreifer fremde Systeme vollständig übernehmen können. Oracle veröffentlichte am 25. Oktober eine Dringlichkeitswarnung für eigene Kommunikationslösungen und Betriebssystemwerkzeuge, während Palo Alto Networks Softwarekorrekturen für seine Unternehmens-Firewalls herausgab.

6 Quellen
03

CISA stuft beide Schwachstellen offiziell als aktive Gefahren ein

2026-10-26 – 2026-10-26

Die US-Regierung griff am 26. Oktober ein und nahm beide Schwachstellen unter den Kennungen CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619 in ihr Verzeichnis aktiv ausgenutzter Sicherheitslücken auf. Der offizielle Katalogeintrag stellte fest, dass nicht authentifizierte Angreifer aus der Ferne über beide Fehler Systeme kapern können, und setzte verbindliche Fristen für die Bundesverwaltung in Gang.

4 Quellen
04

Drei Tage Frist für Behörden bei anhaltenden Angriffen

2026-10-26 – 2026-10-27

Mit dem Katalogeintrag setzte die Behörde zivilen Bundeseinrichtungen eine Frist bis zum 29. Oktober, um gefährdete Systeme abzusichern und Netzwerke forensisch auf unbemerkte Einbrüche zu prüfen. Die Angriffe im weltweiten Netz rissen unterdessen nicht ab, was unterstreicht, dass die Bereitstellung von Softwarekorrekturen automatisierte Scans und feindliche Zugriffe nicht auf einen Schlag beendet.

6 Quellen

Wo die Dinge stehen

Beide PHP-Sicherheitslücken stehen nun verbindlich im Bedrohungsregister der CISA, womit zivile US-Bundesbehörden ihre verwundbaren Systeme bis zum 29. Oktober abdichten und auf frühere Eindringlinge untersuchen müssen. Die Behörde stuft beide Schwachstellen als aktiv ausgenutzt ein, hält die konkreten technischen Geheimdienstinformationen hinter dieser Einstufung bislang jedoch unter Verschluss.

Sicherheitsforscher konnten zwar nachweisen, dass Angreifer auf eigens eingerichteten Köderservern erfolgreich Befehle absetzen konnten, doch diese Versuche verraten nicht, wie viele echte Systeme in Behörden oder Unternehmen tatsächlich kompromittiert wurden. Bislang ist weder geklärt, wer hinter den weltweiten Angriffswellen steckt, noch welche Organisationen echten Datenabfluss erlitten haben oder ob Erpresserbanden mit Ransomware beteiligt sind. Für Netzwerkbetreiber lautet die entscheidende offene Frage bis zum Ablauf der Frist am 29. Oktober nun nicht nur, ob ihre Patches rechtzeitig greifen, sondern ob die forensischen Prüfungen bereits erfolgte Einbrüche ans Licht bringen.

Quellen