Trump announced the ban on Truth Social and confirmed it in the Oval Office
Trump droht drei US-Medien mit Ausschluss aus dem Weißen Haus
Mit dem angedrohten Entzug der Akkreditierungen für CNN, MS NOW und Politico steuert die US-Regierung auf einen handfesten Verfassungsstreit über die Pressefreiheit zu.
Die Geschichte geht weiter

Bundesrichter stoppt Trumps Ausschluss von Journalisten für 14 Tage
28. September 2026Ein Bundesgericht gewährt drei Medien vorübergehend wieder Zugang zum Weißen Haus, weil die Regierung den Reportern weder eine Anhörung noch eine Vorwarnung gewährte.
Streit um Pressefreiheit: US-Medien verklagen Weißes Haus nach Entzug von Akkreditierungen
23. September 2026CNN, MS NOW und Politico wehren sich vor Gericht gegen den überraschenden Ausschluss ihrer ReporterWeißes Haus startet eigenen Kanal nach Boykott der TV-Sender
21. September 2026Die US-Regierung setzt auf einen staatlichen Livestream, nachdem große Fernsehanstalten die gemeinsame Berichterstattung aus Protest eingestellt haben.
Das Wesentliche
Präsident Donald Trump hat CNN, MS NOW und Politico wegen kritischer Berichte mit einem Hausverbot im Weißen Haus belegt und weiteren Medien gedroht. Die Maßnahme steuert auf eine juristische Grundsatzschlacht über Pressefreiheit und die Diskriminierung missliebiger Medien zu, wenngleich die Regierung noch keine formalen Regelungen erlassen oder Journalisten aus dem Gebäude entfernt hat.
Die Kernpunkte
- Trump verkündete am 18. September 2026 ein sofortiges Zugangsverbot für CNN, MS NOW und Politico im Weißen Haus.
- Der US-Präsident drohte, weiteren Nachrichtenorganisationen ebenfalls den Zutritt zum Regierungssitz zu entziehen.
- Redaktionen und Verbände berufen sich auf Verfassungsurteile, die einen Ausschluss von Medien aufgrund ihrer Haltung verbieten.
- Auch Stunden nach Trumps Erklärung arbeiteten die betroffenen Korrespondenten weiter unbehelligt im Weißen Haus.
Aus dem Tagebuch des Redakteurs
Präsidiale Strafmaßnahmen gegen unliebsame Medien stellen demokratische Gepflogenheiten auf die Probe, scheitern in der Praxis aber oft an hohen rechtlichen und organisatorischen Hürden.
Wer beteiligt ist
Donald Trump
Präsident der Vereinigten Staaten
will → Will kritische Berichterstattung durch den Ausschluss unbequemer Journalisten unterbinden
CNN
Großer US-Nachrichtensender
will → Verteidigt seine verfassungsmäßigen Berichterstattungsrechte und den täglichen Zugang zum Weißen Haus
MS NOW
US-Kabelsender, ehemals MSNBC
will → Kämpft um den Erhalt seiner Arbeitsmöglichkeiten innerhalb des Regierungskomplexes
Politico
Politisches Onlinemedium aus Washington
will → Verteidigt die Pressefreiheit nach dem 1. Verfassungszusatz und die redaktionelle Unabhängigkeit
White House Correspondents' Association
Vereinigung der Auslandskorrespondenten und Pressevertreter beim Weißen Haus
will → Schützt Journalisten vor Vergeltungsmaßnahmen der Regierung und sichert deren Akkreditierungen
Kurz gefasst
Der Presseraum des Weißen Hauses steht vor der schwersten rechtlichen Zerreißprobe seit Jahrzehnten. Der Vorstoß rührt an das tradierte Verhältnis zwischen Regierungsgewalt und unabhängiger Berichterstattung.
Sollte die US-Regierung den physischen Ausschluss der Journalisten tatsächlich durchsetzen oder ihnen die Akkreditierungen entziehen, gelten Klagen wegen Verstößen gegen den 1. Zusatzartikel der Verfassung und das Gebot eines fairen rechtsstaatlichen Verfahrens als sicher.
Ob es zu einer solchen juristischen Auseinandersetzung kommt, ist derzeit jedoch offen: Die Regierung hat bislang weder formelle schriftliche Anordnungen erlassen noch Journalisten den Zutritt zum Gebäudekomplex verwehrt.
Wie es sich entwickelte
Trump kündigt überraschende Zugangssperre auf Online-Plattform an
US-Präsident Donald Trump verfügte am 18. September 2026 in einer Botschaft auf einer Social-Media-Plattform ein sofortiges Hausverbot gegen CNN, MS NOW und Politico, warf ihnen unlautere Berichterstattung vor und drohte weiteren Sendern mit Ausschluss, ehe er seine Haltung bei einem Treffen im Oval Office bekräftigte.
Vorstoß des Weißen Hauses löst verfassungsrechtlichen Widerstand aus
Während einer Unterredung im Oval Office bekräftigte Trump seinen Ausschlussbeschluss und pochte auf seine persönliche Vollmacht, kritische Journalisten vor die Tür setzen zu dürfen. Die betroffenen Redaktionen und Pressefreiheitsorganisationen kündigten umgehend rechtliche Schritte an, wenngleich die Korrespondenten vorerst ungehindert im Gebäude verblieben.
Wo die Dinge stehen
Der Ausschluss existiert bislang als mündliche Direktive des Präsidenten. Wie die Administration das Verbot praktisch durchsetzen will, ob physische Hausausweise eingezogen werden oder wie der TV-Pooldienst künftig organisiert wird, ließ die Regierung bislang unbeantwortet.
Die betroffenen Medien und Rechtsexperten bereiten Klagen vor, um einen offiziellen Rauswurf auf Basis etablierter Verfassungsurteile gegen weltanschauliche Benachteiligung zu stoppen; den Journalisten droht derweil die Ungewissheit, ob ihnen am nächsten Werktag tatsächlich der Zugang verwehrt wird.