Bestätigt

Officially announced by Prime Data Centers and the City of Järvenpää

Rechenzentren

Prime Data Centers plant KI-Campus für zwei Milliarden Dollar in Finnland

Der US-Entwickler will gemeinsam mit Brunswick Real Estate ein Großrechenzentrum in Järvenpää errichten, dessen Abwärme in das örtliche Fernwärmenetz fließt.

Veröffentlicht
NRB — News Republic Brigade

Das Wesentliche

Prime Data Centers will gemeinsam mit Brunswick Real Estate einen KI-Rechenzentrumscampus im finnischen Järvenpää errichten und investiert dafür zwischen 1,2 Milliarden und 1,8 Milliarden Euro in eine Kapazität von bis zu 130 Megawatt. Der Baubeginn für die zwölf Hektar große Anlage, die Serverabwärme in das örtliche Fernwärmenetz einspeisen und 240 regionale Arbeitsplätze sichern soll, ist nach Abschluss der Umwelt- und Flächennutzungsprüfungen für 2027 geplant.

Die Kernpunkte

  • Prime Data Centers und Brunswick Real Estate planen eine Investition von 1,2 Milliarden bis 1,8 Milliarden Euro in Järvenpää.
  • Der zwölf Hektar große Campus in Vähänummi soll auf 60.000 Quadratmetern eine Rechenleistung von 100 bis 130 Megawatt bereitstellen.
  • Die anfallende Abwärme aus den Rechenanlagen wird direkt in das Fernwärmenetz von Järvenpää eingespeist.
  • Der Baubeginn ist nach Abschluss der Umweltverträglichkeitsprüfung und des Baugenehmigungsverfahrens für 2027 vorgesehen.
  • Für die Betriebsphase werden 40 direkte Arbeitsplätze im technischen Bereich und rund 200 dauerhafte Stellen in der Region prognostiziert.

Aus dem Tagebuch des Redakteurs

Hyperscale-Rechenzentren sind zunehmend auf die Einbindung in kommunale Versorgungsnetze angewiesen: Die Fähigkeit, gewaltige Mengen an elektrischer Abwärme in städtische Systeme zurückzuführen, entscheidet maßgeblich über die behördliche Genehmigung und die politische Akzeptanz vor Ort.

Wer beteiligt ist

  • Prime Data Centers

    US-Entwickler von Hyperscale-Rechenzentren

    will → Ausbau von Hochleistungs-Infrastruktur für Künstliche Intelligenz in ganz Europa

  • Nicholas Laag

    Vorstandsvorsitzender von Prime Data Centers

    will → Ausbau der Präsenz von Hyperscale-Rechenzentren entlang der zentralen europäischen Rechenkorridore

  • Brunswick Real Estate

    Nordisches Immobilieninvestment- und Asset-Management-Unternehmen

    will → Steuerung von Grundstückserwerb, Bauleitplanung und operativer Projektabwicklung in den nordischen Ländern

  • Stadt Järvenpää

    Finnische Gemeinde 40 Kilometer nördlich von Helsinki

    will → Verbreiterung der kommunalen Steuerbasis, Schaffung von Arbeitsplätzen und Sicherung der Fernwärmeversorgung

  • Iiris Laukkanen

    Bürgermeisterin der Stadt Järvenpää

    will → Anwerbung von Investitionen in saubere Industriezweige zur Stärkung der Kommunalfinanzen und der öffentlichen Daseinsvorsorge

Kurz gefasst

Prime Data Centers plant im Süden Finnlands einen Campus für Künstliche Intelligenz mit einem Investitionsvolumen von bis zu 1,8 Milliarden Euro. Das Projekt soll die Abwärme der Server direkt nutzen, um Wohngebäude in der Region zu heizen.

Für Hochleistungsrechner außerhalb von Helsinki stellt das kalifornische Unternehmen zwischen 1,2 Milliarden und 1,8 Milliarden Euro bereit. Auf dem zwölf Hektar großen Areal soll die überschüssige Rechenwärme unmittelbar in das Fernwärmenetz der Stadt Järvenpää eingespeist werden. Der laufende Betrieb soll 40 direkte technische Arbeitsplätze sowie rund 200 dauerhafte Stellen in der Region schaffen.

Die nordischen Länder entwickeln sich zunehmend zu einem strategischen Ausweichstandort für KI-Infrastruktur. Sie bieten direkten Zugang zu erneuerbaren Energien und ermöglichen die Einbindung von Heizsystemen in kaltem Klima – Standortvorteile, die Kontinentaleuropa nur schwer bereitstellen kann. Prime Data Centers treibt diese geografische Verlagerung mit einer Großinvestition voran, die industrielle Rechenleistung direkt mit kommunalen Energienetzen verknüpft.

Wie es sich entwickelte

01

Järvenpää stellt Milliardenprojekt für nordischen Rechenzentren-Campus vor

2026-01-13 – 2026-01-13

Prime Data Centers und die Stadt Järvenpää haben Pläne für den Bau eines Großrechenzentrums auf einer Fläche von zwölf Hektar im Industriegebiet Vähänummi bekannt gegeben. Mit der offiziellen Ankündigung wurden unmittelbar die nach finnischem Planungsrecht vorgeschriebenen Umweltprüfungen eingeleitet.

1 Quelle
02

Gutachten präzisieren Netzintegration und Branchenwachstum

2026-01-18 – 2026-05-18

Ingenieurbüros und Marktforscher haben die technischen Voraussetzungen für die Stromversorgung des Komplexes bestätigt und eine Kapazität von 100 bis 130 Megawatt auf einer Gebäudefläche von 60.000 Quadratmetern veranschlagt. Der Campus ist so konzipiert, dass die Serverabwärme direkt in die Leitungen des öffentlichen Fernwärmenetzes von Järvenpää fließt. Damit positioniert sich das Vorhaben als zentrale Säule in Finnlands wachsender Projektpipeline für Rechenzentren mit einem Gesamtvolumen von 5,8 Milliarden Euro.

2 Quellen

Erneut geprüft

Derzeit keine neuen Entwicklungen.

Wo die Dinge stehen

Das Vorhaben in Järvenpää durchläuft derzeit die finnische Umweltverträglichkeitsprüfung und das kommunale Genehmigungsverfahren. Der Baubeginn ist für 2027 angesetzt, sofern die Flächennutzungspläne und Umweltprüfungen fristgerecht abgeschlossen werden.

Der weitere Fortschritt hängt an drei aufeinanderfolgenden Schritten: dem Abschluss der Umweltprüfung, der Zustimmung des Stadtrats zum Bebauungsplan für das Areal Vähänummi und dem Abschluss der Netzanschlussverträge mit dem Übertragungsnetzbetreiber Fingrid.

Quellen