Wir haben diese Behauptung geprüft: Stimmt es, dass

der Spot-Fonds von Morgan Stanley bis Ende September 2026 insgesamt 9.261 Bitcoin im Gegenwert von rund 779 Millionen Dollar angesammelt hat?

Bestätigt

MSBT erreichte um den 26. September 9.261 Bitcoin, bevor frische Zuflüsse die gesamten Reserven bis Anfang Oktober 2026 über die Marke von 10.400 Einheiten hoben

Krypto

Morgan Stanley sammelt im Preiskampf 10.000 Bitcoin ein

Der erste hauseigene Krypto-Kassafonds einer Wall-Street-Großbank senkt die Gebühren auf 0,14 Prozent und zieht binnen fünf Monaten 883 Millionen Dollar an.

Veröffentlicht
NRB — News Republic Brigade

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Morgan Stanley

Das Wesentliche

Der hauseigene Bitcoin-Kassafonds von Morgan Stanley hat in seinen ersten fünf Monaten an der NYSE Arca mehr als 10.400 Einheiten im Gegenwert von rund 883 Millionen Dollar eingesammelt. Mit einer Gebühr von 0,14 Prozent unterbot die Bank etablierte 0,25-Prozent-Produkte von BlackRock sowie Fidelity und bewies damit, dass traditionelle Investmentmanager erhebliche eigene Krypto-Reserven aufbauen können, auch wenn die Pioniere des Segments den Markt weiter dominieren.

Die Kernpunkte

  • Morgan Stanley startete seinen Bitcoin-Kassafonds am 7. April 2026 an der NYSE Arca.
  • Das Produkt ging mit einer Jahresgebühr von 0,14 Prozent an den Markt und unterbot damit die 0,25 Prozent von BlackRock und Fidelity.
  • Tägliche institutionelle Mittelzuflüsse hoben das Fondsvermögen bis zum 26. September auf 9.261 Bitcoin im Wert von 779 Millionen Dollar.
  • Weitere Zuflüsse zum Monatsende ließen die Reserven am 30. September auf 10.436 Bitcoin im Wert von mehr als 875 Millionen Dollar steigen.
  • Anfang Oktober 2026 näherte sich der Nettoinventarwert bei Beständen von über 10.400 Einheiten der Marke von 883 Millionen Dollar.

Vergleich der jährlichen Kostenquoten von Bitcoin-Kassafonds

FondsemittentJährliche Gesamtkostenquote
Morgan Stanley (MSBT)0.14%
BlackRock (IBIT)0.25%
Fidelity (FBTC)0.25%
  • Vergleich der veröffentlichten jährlichen Verwaltungsgebühren führender Emittenten von Bitcoin-Kassafonds.
  • Geringere Verwaltungskosten ziehen kostenbewusste institutionelle Anleger an und bedrohen die Marktanteile etablierter Anbieter.

Aus dem Tagebuch des Redakteurs

Große Wall-Street-Häuser können sich Marktanteile in neu entstehenden Anlageklassen zurückholen, indem sie eigene Vehikel konstruieren und die Gebühren der etablierten Pioniere unterbieten.

Wer beteiligt ist

  • Morgan Stanley

    Investmentbank und Vermögensverwalter

    will → Marktanteile bei institutionellen Fonds über niedrige Verwaltungsgebühren gewinnen

  • Coinbase Custody

    Verwahrstelle für digitale Währungen

    will → Cold-Storage-Tresore und Handelsabwicklung für Krypto-Kassafonds bereitstellen

  • BlackRock

    Weltweit größter Vermögensverwalter

    will → Marktführerschaft und Handelsvolumen bei Bitcoin-Kassafonds verteidigen

  • BNY Mellon

    Globale Depot- und Abwicklungsbank

    will → Fondsadministration, Barverwahrung und Verwahrung digitaler Vermögenswerte übernehmen

Kurz gefasst

Morgan Stanley bricht mit der bisherigen Praxis an der Wall Street, Krypto-Fonds fremder Häuser lediglich an die eigene Kundschaft zu vermitteln. Fünf Monate nach dem Start hält die Investmentbank in ihrem ersten eigenen Krypto-Kassaprodukt mehr als 10.400 Bitcoin im Wert von knapp 883 Millionen Dollar. Der Vorstoß belegt, dass eine globale Großbank physisch besicherte Krypto-Vehikel selbst auflegen und spezialisierten Vermögensverwaltern über deutliche Gebührensenkungen institutionelle Kundengelder abjagen kann.

Dieser Schritt dürfte konkurrierende Emittenten zu einer weiteren Runde von Preissenkungen im Markt für Krypto-Spotfonds zwingen.

Ob sich dieser Druck flächendeckend durchsetzt, gilt allerdings als offen: Die etablierten Marktführer verteidigen ihre Spitzenposition weiterhin mit enormer Liquidität und gewachsenen Handelsbeziehungen.

Wie es sich entwickelte

01

Morgan Stanley betritt den Markt für Bitcoin-Kassafonds

2026-04-07 – 2026-04-07

Morgan Stanley Investment Management hat den Morgan Stanley Bitcoin Trust am 7. April 2026 an der Börse NYSE Arca eingeführt. Mit dem Börsendebüt legte erstmals eine führende Wall-Street-Investmentbank einen eigenen physisch besicherten Krypto-Fonds auf, anstatt externe Produkte zu vertreiben. Die Fondsführung setzte die jährliche Gesamtkostenquote bewusst auf 0,14 Prozent fest, um etablierte Konkurrenten zu unterbieten und institutionelle Gelder direkt in das bankeigene Netz zu lenken.

1 Quelle
02

Institutionelle Zuflüsse steigern Reserven auf 9.261 Einheiten

2026-09-24 – 2026-09-27

Anhaltende Kundennachfrage sorgte für tagelange institutionelle Mittelzuflüsse, woraufhin das Fondsmanagement über Coinbase Prime zusätzliche physische Bitcoin-Bestände in Cold-Storage-Lager transferieren ließ. Bis zum 26. September belegten verifizierbare Fondsdaten einen Anstieg der Bestände auf 9.261 Bitcoin, was einem Gegenwert von rund 779 Millionen Dollar entsprach. Der Zuwachs verdeutlichte, dass Morgan Stanleys Rabattmodell fünf Monate nach Handelsstart verlässlich institutionelles Handelsvolumen anzieht.

3 Quellen
03

Mittelzuflüsse heben Gesamtbestand über 10.000 Bitcoin

2026-09-28 – 2026-09-30

Die Zuflussserie hielt bis in die letzten Handelstage des dritten Quartals an und übertraf die Zwischenmarke von 9.261 Einheiten schnell. In der letzten Septemberwoche flossen dem Trust netto rund 1.650 zusätzliche Bitcoin zu, womit das Gesamtvermögen zum 30. September auf 10.436 Einheiten stieg. Durch diese Zuteilungswelle überschritt der Nettoinventarwert des MSBT 875 Millionen Dollar und festigte den Platz der Bank unter den größten Emittenten in der Verfolgergruppe.

1 Quelle

Wo die Dinge stehen

Anfang Oktober 2026 hielt der Morgan Stanley Bitcoin Trust mehr als 10.400 Bitcoin, während sich das Nettofondsvermögen der Marke von 883 Millionen Dollar näherte. Die ersten Marktberichte über 9.261 Einheiten erfassten lediglich einen vorübergehenden Zwischenstand vom 26. September, der durch institutionelle Portfolioumschichtungen zum Quartalsende rasch überholt wurde.

Am Markt richtet sich der Blick nun darauf, ob die Kostenquote von 0,14 Prozent ausreicht, um Schwergewichten wie BlackRock und Fidelity auch auf lange Sicht Kernvolumen bei institutionellen Großkunden zu entziehen.

Quellen