
Official European and national statements verify a 12-aircraft EU deployment, separate Swiss helicopters and additional foreign ground and logistics units; the precise number still operating simultaneously is developing.
EU verstärkt Frankreichs Waldbrandbekämpfung mit zwölf Luftfahrzeugen
Frankreich bat Europa um Hilfe, nachdem der Brand bei Saumos auf 42.000 Hektar angewachsen war und die Einsatzkräfte im Südwesten an ihre Grenzen gebracht hatte.
Die Geschichte geht weiter
Feuerwehr bringt Großbrand auf 1400 Hektar bei Haskowo unter Kontrolle
1. September 2026Ein von einem Kind entfachter Flächenbrand löste einen dreitägigen Großeinsatz aus, bevor die Rettungskräfte die Flammen eindämmen konnten.
Bulgarien bringt Waldbrand auf 1400 Hektar unter Kontrolle
26. August 2026Feuerwehr und Militär stoppen ein Großfeuer im Süden Bulgariens, das die regionalen Einsatzkräfte mitten in einer schweren europäischen Brandsaison stark gefordert hat.
Serbien bekämpft zwei hartnäckige Waldbrände mit internationaler Hilfe
25. August 2026Mehr als 500 Einsatzkräfte und Löschflugzeuge aus dem Ausland versuchen die Ausbreitung der Flammen auf tausenden Hektar Land zu stoppen.
Waldbrände bringen EU-Katastrophenschutz an seine Grenzen – 38 Flugzeuge mobilisiert
24. August 2026Zeitgleiche Unwetter und Brände in mehreren Ländern erschöpfen die gemeinsamen europäischen Notfallreserven.
Belgiens größter Waldbrand erfasst rund 3.000 Hektar im Hohen Venn
20. August 2026Das Feuer in der geschützten Heide-, Wald- und Moorlandschaft bei Baelen breitete sich außergewöhnlich schnell aus und zwang Menschen in Belgien und Deutschland zur Evakuierung.
Feuer bei Omiš fordert ein Todesopfer und verwüstet 1.000 Hektar
16. August 2026Rund 2.500 Menschen mussten ihre Häuser verlassen oder wurden in Aufnahmezentren versorgt, während starke Winde und ausgetrocknete Vegetation Kroatiens Löschkräfte inmitten einer europaweiten Brandkrise an ihre Grenzen brachten.
Catí kehrt nach Tírig-Brand auf 754 Hektar nach Hause zurück
13. August 2026Wahrscheinlich lösten Blitze den Waldbrand bei Tírig aus, der die rund 700 Einwohner von Catí zur Evakuierung zwang.
Waldbrand bei Tignale zerstört 50 Hektar am Gardasee
10. August 2026Rund 200 Menschen wurden vorsorglich evakuiert, als die Flammen Häuser bedrohten. Inzwischen sind sie zurückgekehrt; Verletzte oder zerstörte Wohnhäuser wurden nicht gemeldet.
Wer beteiligt ist
Frankreich und seine Zivilschutzbehörden
Nationale und lokale Stellen, die Evakuierungen, Löscharbeiten und die Wiederherstellung in den betroffenen französischen Regionen leiten
will → Die Brände stoppen, die Bevölkerung schützen und die Sicherungslinien halten, ohne französische Mannschaften und Luftfahrzeuge zu erschöpfen
EU-Katastrophenschutzverfahren und ERCC
Das europäische System für Katastrophenhilfe und sein rund um die Uhr besetztes Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen, die Hilfsgesuche und Angebote aus 37 Teilnehmerstaaten zusammenführen
will → Multinationale Unterstützung organisieren und mitfinanzieren, zugleich aber Kapazitäten für andere Notlagen bewahren
Portugal, Schweden, Türkei, Kroatien und Luxemburg
Die fünf Staaten, die Frankreichs von der EU koordinierte Flotte aus Löschflugzeugen stellen
will → Große Brandfronten bekämpfen, ohne die eigene Einsatzbereitschaft bei Waldbränden zu stark zu schwächen
Deutschland, Tschechien und Slowakei
Die Staaten, die vier Hubschrauber für den EU-Einsatz bereitstellen; die Slowakei entsendet zusätzlich eine Bodeneinheit
will → In schwer zugänglichem Gelände Löschwasser abwerfen und die Einsatzkräfte entlang der Feuerfront verstärken
Belgien
Ein Nachbarstaat, der militärische Feuerwehrleute, Flugfeldlöschfahrzeuge und Großraum-Wassertankwagen bereitstellt
will → Französische Löschfahrzeuge mit Wasser versorgen und Speziallogistik ergänzen
Schweiz
Ein Nicht-EU-Nachbar, der Genfer Feuerwehrleute und einen gesonderten Hubschraubereinsatz auf Korsika bereitstellt
will → Französische Einsätze kurzfristig durch bilaterale Hilfe verstärken
Spanien und andere europäische Brandgebiete
Staaten und Regionen, die ebenfalls Flugzeuge, Hubschrauber und Mannschaften aus demselben europäischen Pool anfordern
will → Trotz konkurrierender Notlagen ausreichend Unterstützung für die eigenen Brände erhalten
Kurz gefasst
Über das gemeinsame europäische Katastrophenschutzsystem erhielt Frankreich genügend Flugzeuge, Hubschrauber, Mannschaften und Ausrüstung, um die ausgedehnte Feuerfront zu halten, nachdem die nationalen Kapazitäten stark beansprucht waren. Statt eines schnellen Abzugs ist nun mit längerer Überwachung und weiteren Löschwasserabwürfen zu rechnen. Der Brand von Saumos galt seit dem 1. August zwar als stabilisiert und breitete sich nicht mehr aus, war aber noch nicht gelöscht.
Frankreich aktivierte am 23. Juli das Katastrophenschutzverfahren der Europäischen Union. Es koordiniert Hilfsangebote anderer Staaten und beteiligt sich an den Kosten. Bis zum 30. Juli hatte die EU acht Löschflugzeuge aus Portugal, Schweden, der Türkei, Kroatien und Luxemburg sowie vier Hubschrauber aus Deutschland, Tschechien und der Slowakei zusammengeführt.
Zur Flotte gehörten zwei portugiesische Fire-Boss-Flugzeuge, zwei schwedische Wasserlöschflugzeuge, zwei türkische Löschflugzeuge, eine kroatische CL-415, die durch den Wechsel von Maschine und Besatzungen im Einsatz gehalten wurde, ein luxemburgisches Löschflugzeug, zwei deutsche CH-53-Hubschrauber sowie je ein Black Hawk aus Tschechien und der Slowakei. Hinzu kamen Satellitenkarten, ein EU-Verbindungsoffizier in Bordeaux, eine rund um die Uhr besetzte Koordinierungsstelle und eine Kofinanzierung durch die EU.
Die Vorgeschichte

Griechische Feuerwehr (Hellenic Fire Service) kämpft an drei aktiven Waldbrandfronten
3. August 2026Der Brand hat sich vom südlichen Böotien (Boeotia) nach Westattika (western Attica) ausgebreitet, mehr als 1.000 Menschen zur Flucht gezwungen und bedroht Psatha, das Kithairon-Gebirge (Mount Kithairon) sowie die Verbindung nach Megara.
Regierung von Kastilien und León (Junta de Castilla y León) sichert 11.000-Hektar-Brand
1. August 2026Vier Brände zwangen Hunderte Menschen in Nordspanien, ihre Häuser zu verlassen, bevor spanische und europäische Einsatzkräfte die wichtigsten Brandperimeter sicherten.
Waldbrand bei Bordeaux in Frankreich (France) erfasst 42.000 Hektar, Spanien (Spain) stellt Einsätze unter nationale Führung
28. Juli 2026Frankreich evakuierte rund 220.000 Menschen. Spanien stellte die Brände bei Madrid und Ávila unter nationale Leitung; beide Länder forderten Flugzeuge und Einsatzkräfte der Europäischen Union (European Union) an.
Mehr als 300.000 Menschen wegen Waldbränden in Frankreich (France) und Spanien (Spain) evakuiert
27. Juli 2026Frankreich meldete mehr als 250.000 Evakuierungen, davon 220.000 in der Gironde; Spanien verzeichnete 76.000 Evakuierungen und wies weitere 30.000 Menschen an, ihre Häuser nicht zu verlassen.
Wie Europas Hitzekrise die Schutzsysteme überforderte
13. Juli 2026Warnungen und Notfallpläne retteten Leben. Doch steigende Todeszahlen und gleichzeitig ausbrechende Brände legten offen, wie ungleich Europa geschützt ist.
Wie es sich entwickelte
Brand bei Saumos überfordert die örtlichen Kräfte
Das Feuer brach gegen Mittag nahe Saumos im Département Gironde aus. Die früheste verifizierte Primärmitteilung, die gefunden wurde, veröffentlichte die Départementverwaltung der Gironde um 17:45 Uhr MESZ. Darin kündigte sie Straßensperrungen und die Mobilisierung umfangreicher Einsatzmittel an. Reuters verbreitete am folgenden Morgen einen der ersten internationalen Berichte, nachdem mehr als 10.000 Menschen evakuiert worden waren und sich das Feuer bereits über mehrere Tausend Hektar ausgebreitet hatte. Frühere Meldungen lokaler Sender oder Beiträge in sozialen Medien könnten existieren. Die Erklärung von 17:45 Uhr ist daher lediglich die früheste verifizierte Mitteilung, nicht zwingend die erste Veröffentlichung.
Frankreich fordert europäische Hilfe an
Als das Feuer die örtlichen Eindämmungsmaßnahmen überrollte, aktivierte die Regierung von Präsident Emmanuel Macron am 23. Juli das Katastrophenschutzverfahren der EU. Damit konnte die Europäische Kommission Hilfsangebote koordinieren, einen Teil der Transport- und Betriebskosten übernehmen und bei Bedarf auf die strategische rescEU-Reserve zurückgreifen.
Portugal dokumentierte seine frühe Unterstützung besonders genau: Zwei amphibische Fire-Boss-Flugzeuge, sieben Fachkräfte aus Luftfahrt und Zivilschutz sowie eine C-130 mit Wartungsausrüstung starteten am 24. Juli. Tschechien und die Slowakei sagten Black-Hawk-Hubschrauber zu und leiteten damit den multinationalen Hubschraubereinsatz ein, der später in den EU-Gesamtzahlen erschien.
Internationale Luftflotte trifft schrittweise ein
Die ausländische Luftunterstützung wuchs in mehreren Wellen. Schweden entsandte am 25. Juli zwei für rescEU zugelassene Wasserlöschflugzeuge und hielt zugleich Hubschrauber für mögliche Einsätze im eigenen Land bereit. Die Schweiz kündigte nach einer bilateralen französischen Anfrage zunächst zwei Hubschrauber an; später wurde der Einsatz verlegt und auf drei Maschinen erweitert.
Deutschland schickte zwei militärische CH-53-Hubschrauber in die Region Bordeaux, die Türkei zwei Löschflugzeuge. Am 27. Juli zählte die Europäische Kommission sieben Flugzeuge und vier Hubschrauber aus sieben Ländern. Bis zum späten 28. Juli meldeten die Behörden der Gironde insgesamt 23 französische und ausländische Luftfahrzeuge. Damit stiegen die Chancen, die Feuerfront über längere Zeit zu halten.
Unterstützung verlagert sich auf einen langen Einsatz
Nach dem 28. Juli ging es zunehmend darum, den Einsatz durch Wassertransporte, Ablösungsmannschaften, Spezialfahrzeuge und Rotationen dauerhaft aufrechtzuerhalten. Belgien begann die Operation Fire Shield und flog mit einer A400M vier Feuerwehrleute der Luftwaffe sowie ein Panther-Flugfeldlöschfahrzeug ein. Weitere 22 Logistiksoldaten fuhren mit neun Tankwagen, die jeweils elf Kubikmeter Wasser fassten, nach Frankreich. Ein zweiter Panther sollte ebenfalls eingeflogen werden. Das vollständige belgische Paket verfügte damit über Kapazitäten für 120.000 Liter Wasser und 1.200 Liter Löschschaum. Luxemburg ergänzte ein Löschflugzeug und 15 Feuerwehrleute. Dadurch stieg die Zahl der über die EU bereitgestellten Starrflügler von sieben auf acht.
Eine kroatische Mitteilung vom 29. Juli stellte klar, dass jeweils nur eine CL-415 gleichzeitig eingesetzt wurde, allerdings mit zwei Besatzungen. Das als „zweites“ bezeichnete Flugzeug löste die erste Maschine ab und war kein zusätzliches, parallel eingesetztes Luftfahrzeug. Auch der gesonderte Schweizer Einsatz änderte sich: Statt der zunächst angekündigten zwei nahmen drei Super-Puma-Hubschrauber mit einem 22-köpfigen Team den Betrieb auf Korsika auf. Anschließend entsandte die Slowakei eine Bodeneinheit mit 20 Feuerwehrleuten und 19 Ausrüstungsgegenständen. Am 30. Juli bestätigte die Europäische Kommission acht Flugzeuge und vier Hubschrauber für Frankreich. Damit verbesserten sich die Aussichten, die ausgedehnte Feuerfront zu sichern.
Die Sicherungslinien beginnen zu halten
Die Verstärkung schlug sich in den Einsatzstärken der Gironde nieder. Am 30. Juli meldeten die Behörden 3.300 Feuerwehrleute und 24 Luftfahrzeuge. Zwei Tage zuvor waren es 2.700 Feuerwehrleute und 23 Luftfahrzeuge gewesen. Der zeitliche Zusammenhang passt zur Ankunft der luxemburgischen Unterstützung, doch die französischen und europäischen Angaben erlauben keinen lückenlosen Vergleich jeder einzelnen Maschine.
Die Europäische Kommission meldete außerdem 331 ausländische Feuerwehrleute, die in Frankreich und Spanien zusammen vorpositioniert waren. Da sie keine Aufschlüsselung nach Ländern veröffentlichte, lässt sich diese Zahl nicht zur französischen Gesamtstärke hinzurechnen.
Bis zum 31. Juli sicherten die Einsatzkräfte eine etwa 240 Kilometer lange Feuerfront. Nach Angaben der Behörden mussten 88 Kilometer vorrangig geschützt werden. Davon waren 49 Kilometer gesichert, an weiteren 39 Kilometern liefen die Arbeiten noch. Die Schweizer Hubschrauber hatten auf Korsika bis Freitagabend rund 157 Tonnen Wasser abgeworfen; ihr Einsatz wurde bis zum 6. August verlängert. Am 1. August um 20:00 Uhr stufte die Gironde den Brand bei Saumos mit Ausnahme anhaltender Glutnester als stabilisiert ein. Das Feuer breitete sich nicht mehr aus, war aber weiterhin nicht gelöscht.
Wo die Dinge stehen
Bis zum 3. August hatte die ausländische Hilfe Frankreichs Möglichkeiten zur Waldbrandbekämpfung erheblich verstärkt. Die letzte zusammengefasste EU-Aufstellung führte acht Löschflugzeuge und vier Hubschrauber auf. Zusätzlich stellte die Schweiz bilateral drei Hubschrauber bereit. Die ausdrücklich genannten ausländischen Boden- und Logistikeinheiten umfassten mindestens 91 Personen; nicht eingerechnet waren Flugbesatzungen, deren vollständige Stärke nicht veröffentlicht wurde. Belgiens Wassertransport, der länger angesetzte slowakische Bodeneinsatz, Luxemburgs Unterstützung aus der Luft und am Boden sowie die kroatische Rotation hielten die Operationen auch nach der ersten Verstärkungswelle aufrecht.
Der Brand bei Saumos ist stabilisiert, aber nicht gelöscht. Glutnester, unterirdisch weiterbrennendes Feuer und die lange Waldfront erfordern weiterhin Einsatzkräfte, Patrouillen und Luftfahrzeuge, die bei Bedarf erneut eingreifen können. Unklar ist, wie viele internationale Maschinen sich gleichzeitig noch in Frankreich befinden, wann die einzelnen Einheiten abziehen und ob neue Brände anderswo eine Verlegung erzwingen.
Die EU-Reserve umfasst 22 Flugzeuge und fünf Hubschrauber, steht Frankreich jedoch nicht allein zur Verfügung. Auch Spanien erhielt sechs Flugzeuge, einen serbischen Hubschrauber sowie Personal und Fahrzeuge. Entscheidend bleibt daher, ob die europäische Reserve den französischen Langzeiteinsatz tragen kann, während neue Notlagen um dieselben begrenzten Mittel konkurrieren.