Wir haben diese Behauptung analysiert: Stimmt es, dass
der rumänische Trainer Edward Iordanescu der Favorit auf den Posten des bulgarischen Nationaltrainers sei?

Der Bulgarische Fußballverband verhandelt nach eigenen Angaben mit mehreren Fachleuten über ein mehrjähriges Projekt bei begrenztem Budget, hat jedoch keinen Favoriten benannt; die Berichte über Iordanescu gehen auf eine einzelne anonyme Quelle zurück.
Bulgarien sucht neuen Fußball-Nationaltrainer
Der Verband hält Ausschau nach einem bezahlbaren Fachmann aus dem Ausland, während Spekulationen die Runde machen.
Das Wesentliche
Bulgarien sucht nach dem Rücktritt von Aleksandar Dimitrov, den schwache Turnierergebnisse erzwungen hatten, nach einem erfahrenen Trainer aus dem Ausland. Interimscoach Atanas Ribarski stabilisierte die Auswahl für zwei Begegnungen, während die Verbandsspitze Gespräche mit mehreren Kandidaten über ein mehrjähriges Engagement bei striktem Budget führt. Trotz medialer Spekulationen über namhafte Anwärter hat der Verband bislang keinen Favoriten bestätigt; der Posten bleibt vakant.
Die Kernpunkte
- Nationaltrainer Aleksandar Dimitrov trat nach einer Heimniederlage gegen Luxemburg und einem 0:0 gegen Estland zurück.
- Der bulgarische Verband beauftragte Nachwuchstrainer Atanas Ribarski für genau zwei Spiele mit der Leitung des Nationalteams.
- Verbandsvizepräsident Atanas Furnadzhiev bestätigte laufende Gespräche mit mehreren Spezialisten bei begrenztem Budget.
- Gesucht wird ein ausländischer Trainer, der bereit ist, sich für mindestens zwei bis drei Jahre zu binden.
- Übergangscoach Ribarski beendete seinen Noteinsatz mit einem 2:0-Auswärtssieg in Luxemburg.
Aus dem Tagebuch des Redakteurs
Ein plötzlicher Trainerwechsel im internationalen Fußball führt regelmäßig zu einer Flut an Spekulationen und unbestätigten Favoritenrollen, während Verbände hinter verschlossenen Türen verhandeln. Solange die Verantwortlichen keine offizielle Unterschrift verkünden, spiegeln Berichte über vermeintliche Spitzenkandidaten vor allem Außenansichten und Medienhoffnungen wider, aber noch keine vollzogenen Tatsachen.
Wer beteiligt ist
Bulgarian Football Union
Der bulgarische Fußballverband, der die Nationalmannschaft führt und den Nationaltrainer anstellt
will → Einen bezahlbaren, profilierten Trainer aus dem Ausland für einen mehrjährigen Neuaufbau verpflichten
Atanas Furnadzhiev
Erster Vizepräsident des bulgarischen Fußballverbands und zentraler Sprecher bei der Trainersuche
will → Die Verhandlungen mit qualifizierten Fachleuten leiten und dabei das strikte Budget einhalten
Aleksandar Dimitrov
Ehemaliger Nationaltrainer, dessen Rücktritt die Suche auslöste
will → Nach enttäuschenden Heimspielen und dem vorzeitigen Rückschlag im Turnierverlauf den Posten räumen
Atanas Ribarski
U-Nationaltrainer, der die A-Auswahl kurzfristig für zwei Partien betreute
will → Das Team durch zwei Auswärtsspiele führen und anschließend für die feste Neubesetzung Platz machen
Edward Iordanescu
Rumänischer Trainer, der Rumänien bei der EM 2024 betreute und früher ZSKA Sofia trainierte
will → Seine Trainerlaufbahn fortsetzen, während ihn Medienberichte ohne Bestätigung als Spitzenkandidaten nennen
Sylvinho
Brasilianischer Trainer und früherer Nationalcoach Albaniens, der von Medien mit dem Posten in Verbindung gebracht wurde
will → Optionen im internationalen Fußball prüfen, während der bulgarische Verband Gespräche nicht bestätigen will
Kurz gefasst
Bulgariens Männer-Nationalmannschaft steht nach überraschenden sportlichen Rückschlägen ohne festen Trainer da. Chefcoach Aleksandar Dimitrov trat nach einer Nullnummer gegen Estland zurück – nur Tage nach einer historischen Heimniederlage gegen Luxemburg.
Als wahrscheinlichster nächster Schritt gilt die offizielle Verpflichtung eines erfahrenen Trainers aus dem Ausland, noch bevor die Mannschaft wieder zu Pflichtspielen antritt.
Ob eine Einigung rasch gelingt, bleibt offen, da der Verband strikte Budgetgrenzen einhalten muss und keine Frist genannt hat. Interimstrainer Atanas Ribarski sprang für zwei Auswärtsspiele ein und schloss seine Übergangsphase mit einem Sieg in Luxemburg ab, während die Verbandsführung die Gespräche im Hintergrund fortführt.
Die Vorgeschichte
Bulgarien setzt in der Nations League bis November auf Interimscoach Ribarski
12. Oktober 2026Der bulgarische Fußballverband einigt sich darauf, Übergangstrainer Atanas Ribarski für die letzten beiden Gruppenspiele im Amt zu halten – vorbehaltlich der formellen Zustimmung des Exekutivkomitees.
Wie es sich entwickelte
Rückschläge im eigenen Stadion erzwingen Notlösung
Bulgarien startete mit einer überraschenden 1:2-Heimniederlage gegen Luxemburg in das Turnier und kam drei Tage später vor eigenem Publikum nicht über ein 0:0 gegen Estland hinaus. Der plötzliche Abschied des Chefcoachs zwang die Verbandsspitze zu raschem Handeln. Innerhalb weniger Stunden akzeptierte der Verband Dimitrovs Rückzug und übergab Nachwuchstrainer Atanas Ribarski vorübergehend das Kommando für die anstehenden Auswärtsspiele in Island und Luxemburg.
Dimitrov tritt nach Unentschieden umgehend ab
Enttäuschende Heimspiele haben die Amtszeit von Aleksandar Dimitrov als bulgarischer Nationaltrainer abrupt beendet. Nach einer historischen Heimpleite gegen Luxemburg und einem torlosen Remis gegen Estland kündigte Dimitrov vor Journalisten unmittelbar vor der Kabine seinen sofortigen Rücktritt an.
Suche läuft an, Verbandsspitze nennt keine Namen
Während der Interimstrainer an der Seitenlinie stand, handelten Medienberichte rasch den Brasilianer Sylvinho als Wunschkandidaten. Verbandsvizepräsident Atanas Furnadzhiev bestätigte im nationalen Fernsehen, dass Gespräche mit mehreren Kandidaten liefen. Konkrete Namen nannte er jedoch nicht und verwies auf den engen finanziellen Spielraum der Organisation.
Anforderungsprofil steht, neue Gerüchte keimen auf
Die Verbandsführung stellte klar, dass sie einen profilierten Trainer aus dem Ausland verpflichten will, der zu einem mindestens zwei- bis dreijährigen Aufbauprojekt bereit ist. Kurz darauf hieß es in Medienberichten, eine Entscheidung könnte sich bis ins neue Jahr hinziehen. Nur Stunden später meldete ein Portal ohne offizielle Bestätigung, der frühere rumänische Nationaltrainer Edward Iordanescu sei nun der Topfavorit – eine Behauptung, die andere Sportseiten umgehend übernahmen.
Übergangslösung endet erfolgreich, Cheftrainerposten bleibt unbesetzt
Interimscoach Ribarski schloss seinen Zwei-Spiele-Einsatz mit einem Erfolg ab: Nach einer 0:3-Niederlage in Island führte er Bulgarien zu einem 2:0-Auswärtssieg in Luxemburg. Nach dem Abpfiff betonte Ribarski, die Auswahl des künftigen Cheftrainers falle nicht in seine Zuständigkeit. Offizielle Verbandsmitteilungen bestätigten das Spielergebnis und richteten den Blick auf die Länderspiele im November, ließen die Personalie an der Spitze jedoch weiterhin offen.
Wo die Dinge stehen
Die Suche nach einem neuen Nationaltrainer läuft und ist vom bulgarischen Verband bestätigt. Gefordert ist ein erfahrener Fachmann aus dem Ausland für ein Projekt über mindestens zwei bis drei Jahre, das in den vorgegebenen Budgetrahmen passen muss. Spekulationen um angebliche Favoriten wie Edward Iordanescu oder Sylvinho stützen sich bislang ausschließlich auf unbestätigte Medienberichte. Ob der Verband die Schlüsselpersonalie rechtzeitig vor den nächsten Pflichtspielen im November klärt oder die Entscheidung ins neue Jahr vertagt, ist derzeit offen.