Krypto-Märkte sacken nach Milliardenabflüssen aus US-Spot-ETFs ab
Ein Kursrutsch an den Tech-Börsen und neue Sorgen um Kundengelder drücken Bitcoin in Richtung der psychologisch wichtigen Marke von 80.000 Dollar.
Spätere Messungen
Bitcoin klettert wieder über 80.000 Dollar bei wachsender Präsenz der Wall Street auf der Blockchain
28. Oktober 2026Institutionelle Fondsinitiativen stützen den Kryptomarkt, doch einbrechende Umsätze im Kleinanlegergeschäft und Sicherheitslücken offenbaren anhaltende Schwachstellen.Bitcoin ringt mit der Marke von 80.000 Dollar während Großanleger vorstoßen
27. Oktober 2026Vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank verharren die Krypto-Märkte in Wartestellung, während die Wall Street ihre Blockchain-Projekte forciert.Bitcoin rutscht unter 80.000 Dollar und löst Liquidationswelle aus
26. Oktober 2026Ein abrupter Wochenendausverkauf vernichtet hunderte Millionen Dollar an gehebelten Positionen und deckt Schwachstellen bei Krypto-Plattformen auf.Cyberangriff bremst Kryptomärkte trotz Vorstoß etablierter Banken aus
24. Oktober 2026Ein Millionendiebstahl belastet den Handel, während Großbanken und Währungshüter digitale Bezahlsysteme ausbauen.
Das Wesentliche
Angespannt (−35) — deutlich angespannter als bei der vorigen Messung (+11 → −35, −46). Druck: Sicherheit und Exploits (−64) und Leverage and tokenized-equity derivatives (−60); Halt: Blockchain-Innovation (+32) und Institutionelle Adoption (+27). Der größte Ausschlag: Wichtige Altcoins, −63 seit der vorigen Messung.
Die Kernpunkte
- Bitcoin: −49 seit der vorigen Messung (+10 → −39)
- Technische Indikatoren: −55 seit der vorigen Messung (+8 → −47)
- Altcoin Season Index · value: 53 pts (−3 gegenüber vor einer Woche)
- Bitcoin · price: 81387 USD (−175.49 gegenüber vor einer Woche)
- Bitcoin dominance · share: 59.5 % (−0.3 gegenüber vor einer Woche)
- Crypto market · 24h trading volume: 80.68 USD bn (−3.82 gegenüber vor einer Woche)
Der Wert jeder Messgröße
−100 … +100- Der Zeiger beginnt oben bei 0: nach rechts in Blau für ein Plus, nach links in Rot für ein Minus, die Striche zählen den Weg ab 0; eine gestrichelte Skala ist ruhig.
- Wert — −100 maximale Anspannung … +100 Ruhe
Wo sich etwas tat
0–100| Technische Indikatoren | 97 |
|---|---|
| Bitcoin | 94 |
| Leverage and tokenized-equity derivatives | 94 |
| Regulatorische Entwicklungen | 92 |
| Sicherheit und Exploits | 92 |
| Wichtige Altcoins | 89 |
| Institutionelle Adoption | 84 |
| DeFi-Protokolle | 83 |
| Blockchain-Innovation | 78 |
| Marktzyklen | 63 |
- Wie viel bei jeder Messgröße in diesem Zeitraum geschah, 0–100.
- Aktivität — 0–100
- Aktivität ist keine Richtung: eine bewegte Messgröße kann ruhig sein, eine stille angespannt.
Alle Messgrößen
| Messgröße | Wert | gegenüber vor einer Woche |
|---|---|---|
| Bitcoin | −39 | unverändert |
| Wichtige Altcoins | −49 | unverändert |
| Technische Indikatoren | −47 | unverändert |
| Marktzyklen | −32 | unverändert |
| DeFi-Protokolle | −9 | — |
| Blockchain-Innovation | +32 | unverändert |
| Regulatorische Entwicklungen | −22 | unverändert |
| Institutionelle Adoption | +27 | unverändert |
| Stablecoins und Börsen | −8 | unverändert |
| Sicherheit und Exploits | −64 | unverändert |
| Leverage and tokenized-equity derivatives | −60 | — |
- Der Wert jeder Messgröße am Ende des Zeitraums und der Vergleich mit früheren Messungen.
- Wert — −100 maximale Anspannung … +100 Ruhe
- ruhig — nichts zu melden im Zeitraum — nicht 0
- Die Veränderungen berechnet nrb.bg aus gespeicherten Messungen — kleine Schwankungen gelten als unverändert.
Aus dem Tagebuch des Redakteurs
Die bewegteste Messgröße: Technische Indikatoren — Aktivität 97 von 100.
Kurz gefasst
Ein schwacher Handelstag bei Technologieaktien hat die Kryptomärkte binnen 24 Stunden bis zum frühen Morgen des 23. Oktober nach unten gerissen. Bitcoin fiel unter 82.000 Dollar und notierte zuletzt bei rund 81.387 Dollar, während Ether auf etwa 2.388 Dollar abrutschte. Der Kursverfall löste eine Welle automatischer Zwangsschließungen gehebelter Aufwärtspositionen aus, die auch kleinere Token quer durch den Markt mit nach unten zog.
Der Rückschlag verdeutlicht, wie sprunghaft das institutionelle Sentiment derzeit ist. Nur einen Tag nach Berichten über kräftige Zuflüsse zogen Investoren am 22. Oktober nach Berechnungen von Farside Investors netto 635,6 Millionen Dollar aus US-amerikanischen Bitcoin-Spot-ETFs sowie 110,6 Millionen Dollar aus Ether-Fonds ab. Weil diese börsennotierten Fonds als zentrale Brücke für traditionelles Wall-Street-Kapital dienen, schlagen abrupte Mittelabzüge unmittelbar auf die Preisschwankungen am Gesamtmarkt durch.
Zusätzlicher Verkaufsdruck entstand durch behördliche Strafen und ungelöste Sicherheitsfragen. Die irische Zentralbank verhängte ein Bußgeld von 3,25 Millionen Euro gegen die dortige Tochtergesellschaft der US-Kryptobörse Coinbase wegen Mängeln beim Schutz von Kundengeldern. Parallel dazu sahen sich die indische Handelsplattform CoinDCX sowie das Staking-Protokoll Swell mit Fragen zu fragwürdigen Wallet-Aktivitäten und Berechtigungen konfrontiert. Dessen ungeachtet trieben Institute aus der traditionellen Finanzwelt ihre Digitalstrategien weiter voran: Der US-Kreditgeber SoFi stellte ein verzinstes, tokenisiertes Bankguthaben vor, während die dezentrale Handelsplattform Uniswap ihr Routing ausbaute.
Frühere Messungen
Krypto-Rally gerät ins Stocken – Bankenstreit dämpft Markteuphorie
22. Oktober 2026Bitcoin fällt nach nächtlichem Höchststand zurück, während neue US-Regeln für Stablecoins einen Streit um Bankeinlagen auslösen.Bitcoin klettert wieder über 83.000 Dollar – Aufsichtsbehörden schaffen neue Zugänge
21. Oktober 2026Fortschritte bei institutionellen Zulassungen und Bezahlsystemen stützen die Krypto-Märkte, doch hohe Hebelrisiken bremsen eine nachhaltige Rally aus.Wall Street baut Krypto-Infrastruktur aus, während Bitcoin an Hürden scheitert
20. Oktober 2026Institutionelle Großkonzerne treiben regulierte Angebote voran, doch der Kassahandel prallt unterhalb von 83.000 Dollar scharf ab.Krypto trotzt Sicherheitslücken und hält Marke von 82.000 Dollar
19. Oktober 2026Stabile Kurse an den Kassa-Märkten verdeckten am Wochenende schwere Netzwerkpannen und Zwangsliquidationen bei synthetischen Aktien-Derivaten.
Wie es sich entwickelte
Fortschritte bei Finanzinfrastruktur können Kursrutsch nicht stoppen
Ein breiter Abverkauf risikoreicher Anlagen hat zwischen dem 22. und 23. Oktober die jüngsten Gewinne am Kryptomarkt zunichtegemacht und Fortschritte bei Bankkooperationen sowie Protokoll-Upgrades in den Hintergrund gedrängt. Bitcoin verlor im Gleichschritt mit Technologietiteln an Boden, was zu Liquidationen von Terminkontrakten im Umfang von mehreren hundert Millionen Dollar führte, während institutionelle Anleger Gelder aus US-Spot-ETFs abzogen. Durchgreifende Aufsichtsbehörden in Europa und ungelöste Sicherheitsbedenken in Asien dämpften die Risikobereitschaft zusätzlich. Die Modernisierung der zugrunde liegenden Finanzinfrastruktur schritt zwar voran, bot den Spotpreisen jedoch keinen unmittelbaren Schutz.
Tech-Ausverkauf erfasst Kryptowährungen und stoppt Bitcoin-Rally
Nachdem eine Aufwärtsbewegung am Vortag bei knapp 84.800 Dollar abgeprallt war, verlor Bitcoin bis zum frühen 23. Oktober binnen 24 Stunden 3,4 Prozent auf 81.387 Dollar. Die Schwäche folgte den Verlusten an der Technologiebörse Nasdaq, wo vor allem Unternehmen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz unter Druck gerieten, und unterstrich einmal mehr die enge Korrelation zwischen Krypto-Assets und dem allgemeinen Risikoappetit an den Aktienmärkten.
Der Verkaufsdruck nahm nach dem Ende des regulären US-Börsenhandels weiter zu. Zahlen des Analysehauses Farside Investors belegten, dass Anleger am 22. Oktober unter dem Strich 635,6 Millionen Dollar aus den US-Spot-ETFs für Bitcoin abzogen und damit eine dreitägige Serie von Nettozuflüssen beendeten. Der plötzliche Richtungswechsel zeigte, wie schnell sich institutionelle Investoren in Phasen allgemeiner Marktschwäche zurückziehen.
Die abrupt versiegende Nachfrage der Fondsgesellschaften verhinderte eine rasche Gegenbewegung und warf die nach Marktwert führende Kryptowährung wieder auf ihre jüngsten Tiefstände zurück.
Altcoins geraten unter überproportionalen Verkaufsdruck
Alternative Kryptowährungen gaben deutlich stärker nach als die Marktführer, da sich Spekulanten fluchtartig aus riskanteren Marktsegmenten zurückzogen. Ether verlor binnen 24 Stunden 3,5 Prozent auf rund 2.388 Dollar, während XRP um 3,8 Prozent nachgab und der Privacy-Coin Zcash um 7,7 Prozent einbrach.
Noch deutlicher fiel das Minus bei branchenspezifischen Token aus. Ein Branchenindex für dezentrale Finanzdienste (DeFi) verlor zu Handelsbeginn 5,6 Prozent, und auch der Kurs von Solana gab trotz eines kürzlich eingespielten Netzwerk-Upgrades nach.
Der Einbruch verdeutlichte, dass technische Verbesserungen an den Blockchains die Bewertungen kaum vor makroökonomischen Risiken abschirmen können, wenn die spekulative Risikobereitschaft versiegt.
Marktstimmung kühlt spürbar ab
Breite Marktindikatoren bestätigten, dass der Rückgang nicht auf einzelne Schwergewichte beschränkt war, sondern den gesamten Sektor erfasste. Die gesamte Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen pendelte sich am späten 22. Oktober bei rund 2,74 Billionen Dollar ein, wobei Bitcoin bei einem 24-Stunden-Handelsvolumen von 80,68 Milliarden Dollar einen Marktanteil von 59,5 Prozent hielt.
Der Ausverkauf drückte spürbar auf das Sentiment der Marktteilnehmer. Der „Fear and Greed Index“ von Alternative.me fiel am 23. Oktober auf 50 Zähler zurück und signalisierte damit eine neutrale Haltung, nachdem er am Vortag mit 68 Punkten noch im Bereich der Gier gelegen hatte.
Die Abkühlung der Stimmungsindikatoren zeigte, dass die spekulative Sorglosigkeit vorerst gewichen ist und Händler vor neuen Einstiegen auf belastbare Signale für eine Bodenbildung warten.
Bitcoin steuert auf Schlüsselmarke bei 80.000 Dollar zu
Nach dem Scheitern des Anstiegs an der Marke von 84.800 Dollar trat die Anfälligkeit der jüngsten Erholung zutage und lenkte die Aufmerksamkeit der Händler auf tieferliegende Unterstützungszonen. Marktanalysten warnten, dass das Ausbleiben neuer Kaufdynamik die psychologisch bedeutsame Schwelle von 80.000 Dollar erneut in den Fokus rückt.
Kleinere Digitalwährungen boten dabei keine Stütze für den Gesamtmarkt. Der „Altcoin Season Index“ lag am 23. Oktober bei lediglich 53 Punkten und blieb damit weit unter dem Schwellenwert von 75 Zählern, ab dem Marktbeobachter von einer Umschichtung in Altcoins sprechen.
Weil sich Investoren auf höherem Kursniveau mit Neukäufen zurückhielten, gilt ein Test der runden 80.000-Dollar-Marke nun als das unmittelbarste Marktrisiko.
Stablecoins bleiben stabil – Banken testen tokenisierte Einlagen
Während spekulative Token an Boden verloren, zeigten die Reserven digitaler Dollaranleihen keine Anzeichen von Liquiditätsengpässen. Die gesamte Marktkapitalisierung von Stablecoins verharrte am 22. Oktober bei rund 301,38 Milliarden Dollar, wobei die führenden Dollar-Tokens ihre Parität zum US-Dollar behaupteten.
Gleichzeitig rückten traditionelle Finanzinstitute weiter in den Krypto-Sektor vor. Der US-Kreditgeber SoFi kündigte mit „SOFIE“ eine verzinstes, tokenisiertes Bankguthaben an, das eine jährliche Rendite von 4,40 Prozent bietet und über die gesetzliche US-Einlagensicherung FDIC abgesichert ist, verbunden mit einer Option auf Tausch in den unbesicherten Stablecoin SoFiUSD. Zudem vereinbarte der Orakeldienst Chainlink eine Partnerschaft mit dem südkoreanischen IT-Konzern LG CNS, um die Infrastruktur vor der Verabschiedung neuer nationaler Stablecoin-Gesetze auszubauen.
Die Vorstöße zogen eine klare rechtliche Trennlinie zwischen regulierten Bankeinlagen und privaten Stablecoins und schufen damit neue Grundlagen für institutionelles Digitalgeld in einem schwachen Marktumfeld.
Margenausgleiche beschleunigen Abwärtsdynamik an Terminbörsen
Die hohe Hebelwirkung am Derivatemarkt verwandelte einen geordneten Rücksetzer rasch in einen dynamischen Ausverkauf. Das Handelsvolumen an den Terminbörsen stieg um 19 Prozent auf 226,6 Milliarden Dollar, während die offenen Positionen (Open Interest) um 2,46 Prozent sanken, was im ersten Schock Zwangsschließungen von über 431 Millionen Dollar auslöste.
Binnen 24 Stunden summierten sich die liquidierten Positionen schließlich auf 440,9 Millionen Dollar, wovon rund 397 Millionen Dollar auf spekulative Aufwärtswetten entfielen. Müssen Handelsplätze Kontrakte automatisch glattstellen, lösen die resultierenden Marktorders zusätzliche Verkäufe aus, die den Abwärtsdruck an den Spotmärkten verstärken.
Die Bereinigung entzog dem Markt einen erheblichen Teil der spekulativen Hebel und zwang die Börsenplätze auf ein deutlich niedrigeres Preisniveau.

Bitcoin fällt nach Abflüssen von 636 Millionen Dollar unter die Marke von 82.000 Dollar
23. Oktober 2026Ein abrupter Ausverkauf bei US-Technologieaktien greift auf Krypto-Fonds über.12 Quellen
Uniswap integriert externe Liquidität bei sinkenden DeFi-Bewertungen
Entwickler dezentraler Finanzprotokolle brachten neue Handelswerkzeuge an den Markt, obwohl das im DeFi-Sektor gebundene Gesamtkapital infolge fallender Sicherheitenwerte bei rund 90 Milliarden Dollar verharrte. Uniswap Labs führte auf Version 4 seines Protokolls sogenannte „Aggregator Hooks“ auf Ethereum, Base und der Robinhood Chain ein.
Die Software bündelt Handelsliquidität konkurrierender dezentraler Plattformen wie Curve, Fluid und PancakeSwap in einem gemeinsamen Ausführungspfad, wobei ein Teil der anfallenden Protokollgebühren für die Vernichtung eigener UNI-Token verwendet wird. Uniswap teilte mit, das System greife damit auf Liquiditätsquellen zu, die über 90 Prozent des gesamten On-Chain-Handelsvolumens abdecken.
Obwohl der Rollout externen Handelszugang über Uniswap vereinheitlichte, führte er vor dem Hintergrund der allgemeinen Risikoaversion nicht zu unmittelbaren frischen Kapitalzuflüssen in den DeFi-Sektor.
Starknet-Gemeinschaft stimmt für Erforschung einer quantensicheren Blockchain
Die Token-Inhaber des Starknet-Netzwerks haben sich mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, eine mögliche Loslösung von Ethereum zu prüfen, um sich gegen künftige Risiken durch Quantencomputer zu wappnen. Eine unverbindliche Abstimmung endete am 22. Oktober mit 93,52 Prozent Zustimmung für die Erforschung eines Umbaus in eine unabhängige, post-quantensichere Layer-1-Blockchain.
Befürworter des Schritts machten geltend, dass Starknet vollständige Sicherheit gegen Quantenrechner nicht garantieren könne, solange das System an die Basisschicht von Ethereum gebunden bleibe. Das Entwicklerunternehmen StarkWare kündigte ein entsprechendes Konzeptpapier für November an, wobei für eine tatsächliche Abspaltung ein weiteres Votum erforderlich wäre.
Das Ergebnis erteilt Forschern das Mandat zur Planung einer eigenständigen Blockchain-Architektur und signalisiert mittelfristig eine mögliche Abkehr vom Ethereum-Ökosystem.
Sicherheitsbedenken belasten indische Handelsplattform und Staking-Dienst
Neue Vorfälle bei der Verwahrung von Kryptowerten und Systemen zur Einlagenverarbeitung sorgten für zusätzliche Unruhe. In Indien wies die Handelsbörse CoinDCX Berichte über einen erneuten Hackerangriff zurück, nachdem der bekannte Blockchain-Ermittler ZachXBT auffällige Transaktionen im Umfang von rund 15,99 Millionen Dollar öffentlich gemacht hatte.
Die Börse räumte ein, dass ihr automatisiertes System zum Einsammeln von Geldern, die irrtümlich an stillgelegte Adressen geschickt worden waren, fehlerhaft gearbeitet habe, versicherte jedoch, die daraus entstandenen operativen Verluste selbst zu tragen und die Kundenguthaben unangetastet zu lassen. Unabhängig davon untersuchte der Liquid-Staking-Dienst Swell den Vorfall kompromittierter Administratorschlüssel, durch die bis zu 2.500 Ether in Staking-Verträgen theoretisch nicht autorisierten Änderungen ausgesetzt waren; ein tatsächlicher Mittelabfluss wurde dabei nicht festgestellt.
Die Vorkommnisse legten operative Schwachstellen in den Verwaltungsprozessen offen und rückten Kontrollmechanismen neben fallenden Token-Preisen in den Fokus.
Irische Aufsichtsbehörde verhängt Bußgeld gegen Coinbase
Behördliche Eingriffe führten den Marktteilnehmern vor Augen, dass behördliche Zulassungen an strikte laufende Vorgaben geknüpft sind. Die Central Bank of Ireland verhängte ein Bußgeld in Höhe von 3,25 Millionen Euro gegen Coinbase Ireland wegen Mängeln bei der Verwahrung, Auslagerung und internen Überwachung von Kundengeldern, das noch der formellen Bestätigung durch den irischen High Court bedarf.
Coinbase erklärte, die beanstandeten Punkte seien behoben worden, ohne dass Kunden finanzielle Einbußen erlitten hätten. Unterdessen kündigte die südkoreanische Finanzaufsicht an, dass umfassende Regeln für Krypto-Assets vor der finalen Abstimmung stünden, während Branchenverbände in den USA und Analysten von JPMorgan warnten, dass die Blockade im US-Kongress die Branche weiterhin von lückenhaften Einzelentscheidungen der Verwaltung abhängig mache.
Die irische Geldbuße unterstrich die strenge Aufsichtspraxis und signalisierte lizenzierten Kryptounternehmen, dass Behörden bei der Trennung von Kundenvermögen keinerlei Nachlässigkeiten dulden.
Banken bauen Krypto-Angebote trotz Milliardenabflüssen aus ETFs aus
Der Handelstag schloss mit gegenläufigen Trends: Während institutionelle Anleger ihr Engagement in börsengehandelten Indexfonds rasch reduzierten, bauten Geschäftsbanken ihre Verbindungen zu On-Chain-Produkten aus. Konsolidierte Daten wiesen am 22. Oktober Nettoabflüsse von 635,6 Millionen Dollar aus Bitcoin-Spot-ETFs sowie 110,6 Millionen Dollar aus Ether-Fonds aus.
Dessen ungeachtet schritt die Integration in den Bankensektor voran. SoFi bereitete für November die Einführung seiner abgesicherten tokenisierten Einlagen für Privatkunden vor, während Chainlink und LG CNS ihre Partnerschaft zum Aufbau von Blockchain-Infrastrukturen für südkoreanische Großunternehmen vertieften.
Damit wuchs die langfristige institutionelle Infrastruktur ungeachtet kurzfristiger Mittelabzüge, die den Märkten auf Tagesbasis Liquidität entzogen, kontinuierlich weiter.
Wo die Dinge stehen
Bis zum frühen Morgen des 23. Oktober steht der Kryptomarkt unter spürbarem Verkaufsdruck, wenngleich zentrale Handelsfunktionen und die Dollaranbindungen führender Stablecoins stabil geblieben sind. Bestätigt ist, dass Bitcoin bei rund 81.000 Dollar um Halt ringt, Ether unter 2.400 Dollar gerutscht ist und die Zwangsauflösung gehebelter Positionen im Umfang von hunderten Millionen Dollar spekulativen Überhang abgebaut hat. Die Nettoabflüsse aus US-Spot-ETFs haben die vorsichtige Grundstimmung der Aktienmärkte weiter verstärkt.
Offen bleibt, ob Bitcoin die runde Unterstützungsmarke von 80.000 Dollar verteidigen kann, während die Mittelabzüge aus den ETFs anhalten. Marktbeobachter warten zudem auf unabhängige Prüfergebnisse zu den Sicherheitsvorfällen bei CoinDCX und Swell sowie auf die gerichtliche Bestätigung der irischen Geldbuße gegen Coinbase. Ob der zeitgleiche Ausbau der institutionellen Banken- und Handelsinfrastruktur die Kurse auf kurze Sicht stabilisieren kann, ist die entscheidende offene Frage für die kommenden Handelstage.
Wer beteiligt ist
Bitcoin
Größte Kryptowährung und marktweiter Taktgeber
will → Die Unterstützung oberhalb von 80.000 Dollar gegen den makroökonomischen Verkaufsdruck verteidigen
Ethereum
Zweitgrößte Blockchain-Plattform für Smart Contracts
will → Die Netzwerkaktivität trotz fallender Bewertung stabilisieren
US spot crypto ETF issuers
Emittenten börsennotierter Krypto-Spotfonds
will → Den Kapitalabfluss dämpfen, während die Volatilität zunimmt
Coinbase Ireland
Europäische E-Geld-Tochter von Coinbase
will → Regulierungsbehörden von der sicheren Verwahrung aller Kundengelder überzeugen
Central Bank of Ireland
Finanzaufsichtsbehörde der Republik Irland
will → Strenge Vorschriften zur Trennung von Kundenvermögen und zur Unternehmensführung durchsetzen
CoinDCX
Große indische Krypto-Handelsplattform
will → Diebstahlsvorwürfe entkräften und das Vertrauen der Nutzer sichern
Swell DAO
Dezentrales Staking- und Liquid-Restaking-Kollektiv
will → Kompromittierte Administratorschlüssel ohne Vermögensverluste absichern
SoFi Technologies
US-amerikanischer Konsumentenkreditgeber und Geschäftsbank
will → Herkömmliche, gesetzlich gesicherte Bankeinlagen mit Blockchain-Zahlungen verknüpfen
Uniswap Labs
Hauptentwickler des Uniswap-Handelsprotokolls
will → Externe Liquidität anderer Plattformen bündeln, um das eigene Handelsvolumen zu stärken
StarkWare and Starknet Foundation
Softwareentwickler des Starknet-Netzwerks
will → Eine eigenständige Blockchain erforschen, die gegen Angriffe von Quantencomputern geschützt ist
ZachXBT
Unabhängiger On-Chain-Ermittler
will → Handelsplätze bei verdächtigen Wallet-Transaktionen zur Rechenschaft ziehen
Chainlink and LG CNS
Web3-Orakeldienst und südkoreanisches IT-Dienstleistungsunternehmen
will → Regulierungskonforme Tokenisierungsprojekte für südkoreanische Unternehmen bereitstellen